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Fotografieren ist mehr als nur abdrücken

 

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Meine erste KameraSchon als kleines Kind gefiel es mir, wenn ich fotografiert wurde. Meine erste analoge Kamera, eine Olympus µ (mju), bekam ich von meinem Papa. Er hatte sie mit einigen bunt schillernden Aufklebern versehen. Das gefiel mir sehr gut. Leider brach beim Filmwechseln ein Teil und es gab ein wenig Lichteinfall auf den Film, sodass ich damit nicht viel fotografierte.

 


Meine 2. KameraMeine nächste Kamera war eine Olympus Superzoom 110, die ich von meinem Opa bekam. Ich freute mich sehr, dass ich ein Zoom-Objektiv hatte und nun auch Motive fotografieren konnte, die weiter weg waren.

Leider wurde sie mir bald darauf in Korfu, wo ich auf Urlaub war, gestohlen, sodass ich mit ihr nicht viel fotografiert habe.

Meine 3. KameraDie nächste Kamera war dann die berühmte Yashica T4 mit einem Tessar-Objektiv von Carl Zeiss, die mir mein Papa schenkte. Die Kamera machte im Vergleich zur Olympus Superzoom 110 viel schärfere Bilder. Dafür hatte ich aber kein Zoom-Objektiv mehr. Mir gefiel auch, dass die Yashica T4 merklich kleiner als die Olympus Superzoom 110 war.

Viel fotografierte ich aber erst mit meiner ersten Digitalkamera, einer Ricoh, die ich von meiner Oma zu Weihnachten bekam. Es ist einfach toll, wenn man sofort das Ergebnis sieht und man nicht an Film- und Entwicklungskosten denken muss.

Ricoh Caplio R1Bei der Ricoh Caplio R1 hat mir das 28mm-Weitwinkelobjektiv sehr gut gefallen. Ich habe das aber erst gemerkt, wie sehr mir diese Brennweite abgeht, als ich diese Kamera nicht mehr hatte.

Bei den Digitalfotos lernte ich, dass man das Ergebnis entscheidend verbessern kann, wenn man das Bild nachbearbeitet. Normalerweise habe ich aber nicht viel Lust ein Bild länger als eine Minute nachzubearbeiten. Ich beschränke mich daher auf Drehen des Bildes, falls der Horizont oder die Wasseroberfläche schief ist, Gradationsveränderung (Helligkeitsanpassung), Schärfen (unscharf maskieren) und Ausschnittkorrektur. Manchmal ändere ich auch den Weißabgleich, wenn die Farbe durch verschiedene Lichtquellen unnatürlich aussieht. Für die Bildbearbeitung verwende ich meistens Gimp unter Linux.

BurghausenNach der Bildbearbeitung werden die Fotos mit einem Bash-Script auf meinem Linux-Rechner automatisch umbenannt, für eine Präsentation im Web automatisch verkleinert und mit Copyright versehen. Dieses Script analysiert mit Exiftool und ImageMagick das Photo, gleicht mit gpsPhoto GPS-Daten ab, falls welche vorhanden sind und verändert die Metadaten des Fotos so, dass für Flickr automatisch Titel und Tags vorhanden sind. Mit ImageMagick kann man sehr viel automatisieren, nicht nur verkleinern und automatisiert Text in das Bild schreiben. Auch der Rahmen meiner Bilder wird automatisch erstellt  Allerdings müssen dafür Befehle in einer Konsole eingeben werden. Unter Linux ist man damit regelmäßig konfrontiert, aber auch am Macintosh oder unter Windows (Eingabeaufforderung) kann man ImageMagick verwenden. Die Beispiele auf der ImageMagick-Homepage zeigen wie mächtig die Befehle sind. Mit Exiftool kann man sehr gut die Metadaten eines Fotos verändern. Es ist ebenfalls ein Kommandozeilenwerkzeug und man kann zB ganz einfach die Uhrzeit aller Fotos ändern, wenn man auf die Umstellung der Sommerzeit vergessen hat.

TraunseeNachdem mir die Ricoh Caplio R1 ein halbes Jahr viel Freude bereitet hatte, wurde sie mir bei einer Schulwoche leider aus der Hand geschossen. Zuerst war ich sehr traurig, doch dann nahm ich die Gelegenheit wahr mir eine Kamera zu kaufen, die einige Fotosituationen besser meisterte als die  Ricoh Caplio R1. Um nicht falsch verstanden zu werden, die  Ricoh Caplio R1 machte auf die Größe bezogen ganz tolle Fotos, aber ihr fehlten einige Einstellmöglichkeiten. Der Autofocus stellte bei vollem Tele nicht immer scharf und der eingebaute Blitz ist wie bei anderen Kompaktkameras auch eine Notlösung.

Ich überlegte daher welche Motive mir wichtig sind und welche Motive spezielle Voraussetzungen an eine Kamera richteten. Schnell wurde mir klar, dass ich die Möglichkeiten einer digitalen Spiegelreflexkamera in der Größe einer Kompaktkamera haben wollte. Kurzfristig hat mich wegen des großen Zoombereichs auch eine Bridgekamera, also eine Kamera, die zwischen Kompaktkamera und DSLR liegt, gereizt. Doch war mir eine Bridgekamera, wie zB die Pansonic Lumix FZ20 bis FZ50 dann doch zu groß bzw. zu schwer. Auch hörte ich, dass die Panasonic-Kameras für Available-Light-Fotografie nicht empfehlenswert sind, da sie bei hohen ISO-Werten stark rauschen, während sie bei guten Lichtverhältnissen sehr gute Bilder machen, speziell die Pansonic Lumix FZ50 wegen ihres größeren Sensors.

15 Jahre XICöATL - 15 años XICóATL Available lightIch musste also die schwere Entscheidung treffen, auf welche Motive ich zu verzichten bereit bin und welche mir besonders wichtig sind. Als technisch schwierig blieben Blitzfotos in Räumen und Konzertfotos ohne Blitz übrig. Das geblitzte Foto im Zug soll zeigen, worum es mir beim Blitzen geht. Vordergrund und Hintergrund sollen gleichmäßig ausgeleuchtet sein und im Glas soll auch kein Blitzfleck sichtbar sein. Mit einem eingebauten Blitz ist die vordere Person garantiert viel zu hell und die Person dahinter zu dunkel. Bei Konzertfotos ohne Blitz kämpft man sehr mit verrauschten Bildern. Dabei war ich bereit einen Kompromiss einzugehen.

Außerdem sollte die Kamera einen Bildstabilisator und einen Sucher haben. Um gute Blitzfotos machen zu können, muss man einen externen Blitz für indirektes oder entfesseltes Blitzen anschließen können und um bei schlechtem Licht ohne Blitz fotografieren zu können, sollte die Kamera einen möglichst großen Sensor haben. Die Anzahl der Megapixel war für mich unbedeutend.

Canon PowerShot G7Mit diesen Vorgaben blieb nur eine Kamera übrig, die Canon PowerShot G7, die nicht gerade billig war. Für diesen Preis war auch schon eine Einsteiger-DSLR zu bekommen, die für meine Motive besser geeignet wäre. Ich habe mich dann doch für die Canon PowerShot G7 entschieden, die aber nur mehr schwer erhältlich war, sodass der Preis wöchentlich nach oben ging. Die Canon PowerShot G9 stand vor der Tür, aber die wollte ich nicht, da die bei gleich großem Sensor mehr Megapixel hatte und daher vermutlich mehr rauschte.

Canon PowerShot G7 ISO-EinstellradMit der Canon PowerShot G7 kann ich nun die Einstellungen treffen, die ich in manchen Situationen brauche, wenn ich auch sehr viel in der Stellung P (Automatik) fotografiere. Wenn es aber darauf ankommt, dann kann ich schnell die Empfindlichkeit ändern, da die Kamera dafür an der Gehäuseoberseite ein Rad hat und man sich nicht umständlich durch Menüs bewegen muss, wie bei anderen Kompaktkameras.

Canon Powershot G7 Eisa AwardBis auf auf das Sportprogramm habe ich noch keine anderen Programme verwendet. Ich bin lieber selber mit Blenden- oder Zeitvorwahl kreativ. Zum Blitzen mit einem externen Blitz verwende ich die manuelle Einstellung der Kamera und den Automatikmodus meines Sunpak-Blitzes (LZ 28), der mir aber mittlerweile manchmal zu schwach für indirektes Blitzen ist, sodass ich auch einen Mecablitz 40MZ-1i  verwende, der natürlich ziemlich groß ist.  An der  Canon PowerShot G7 ist die Blitzsynchronisationszeit toll. Laut Bedienungsanleitung synchronisiert die Kamera nur bis 1/500 sec. Ich habe aber auch schon 1/1000 sec. und kürzer synchronisiert. Das ist bei Blitzfotos mit Tageslicht ein großer Vorteil. Ich bin mit der Kamera nach einer Reihe von Fotos sehr zufrieden und würde sie mir ohne Frage wieder kaufen, wenn mir auch das RAW-Format etwas abgeht. Eine alternative Firmware habe ich noch nicht ausprobiert. Der EISA-Award ist sicherlich verdient.

Meine Fotos kann man sich in meinem Webalbum, bei Flickr und bei Picasa ansehen, wo ich unter dem Künstlernamen Meralda-Art bzw. Meraldaart auftrete.